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Die Kirchgemeinde auf dem Stadtfest im September 2007

Pavillon
Unser Pavillon
Zum Stadtfest hatte die Kirchgemeinde die Aufgabe, das Jahr 1667 nachzustellen. Es waren viele Ideen, Initiative und Interesse gefragt, um diese Aufgabe entsprechend auszufüllen. Und dazu waren vielfältige Vorbereitungen notwendig, die letztlich im Festwochenende gipfelten:

Am Freitag ging alles los mit dem Aufbau des Zeltes, hier waren die handwerklich Begabten gefragt: einer holte Sandsäcke, der andere Strick, damit das Ganze verhältnismäßig sicher steht. Auch wurde schon die Spielkirche für die Kinder aufgebaut, extra angefertigt von einem holzverarbeitend Bewanderten.

Am nächsten Morgen waren viele Dinge heranzuholen: Bilder, Schautafeln, Vitrinen, Tische und Stühle – das wäre nicht gegangen ohne diejenigen mit großen Autos und Anhängerkupplungen. An vielen Stellen musste auch improvisiert werden: z. B. musste die Jahreszahl „1667“ irgendwo sichtbar angebracht werden: und das Beste war dabei gerade gut genug: sie wurde mit einer perfekten Holzkonstruktion über dem Eingang befestigt. Hätte nie gedacht, dass das bei einem Zelt möglich ist.

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Der Posaunenchor

Viele haben in ihrem Fundus einiges gefunden: barocke Kleider, ein alte Posaune, Leuchter, Handschriften, aus einem großen Neugersdorfer Kaufhaus haben wir eine Schaufensterpuppe geliehen bekommen, die barock eingekleidet wurde, das Harmonium kam aus dem Lutherhof, ein Tisch aus der Kirche usw. Und gegen Mittag wurden die letzten Dekoartikel (Birke, Bänder und Bilder) angebracht, es sollte schließlich alles barock aussehen.

Und dann die Programmpunkte! Kurrende (=Kinderkirchenchor) und Kirchenchor – die es zugegebenermaßen manchmal schwer gegen die sonstige Geräuschkulisse hatten – Posaunenchor, Flötenmusik und Harmonium. Ein richtiger Renner war die Idee, Kerzenziehen bzw. Kerzenfärben anzubieten: am Schluss waren alle Kerzen unter die meist jungen Besucher gebracht.

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Der Kerzentisch

Außerdem musste das Ganze ja auch regelmäßig beaufsichtigt und betreut werden – da hatten wir eine sehr barocke Dame (ich meine dabei die Kleidung!), die nicht nur Aufsicht führte, sondern auch die Schautafeln gestaltete.

Ja, und schließlich musste alles wieder abgebaut werden, Sonntagabend. In vielen Gesichtern sah man Erleichterung, dass das anstrengende Wochenende zu Ende ging. Und als die letzte Zeltplane schließlich in der Kiste verschwunden war, waren alle glücklich: aber nicht nur, weil es zu Ende war, sondern auch, weil es Spaß gemacht hat, an diesem Wochenende mitzuwirken, zu gestalten, sich einzubringen.

Und somit haben alle das getan, wovon auch in einem Bibelwort die Rede ist „Und dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes.“ (1. Petrus 4,10). Jeder hat bestimmte von Gott gegebene Gaben, und wenn dann jeder diese seine Gaben einbringt – oder auch damit „dient“ - ergibt das eine gelungene gemeinsame Leistung. Und das trifft nicht nur auf den Stand der Kirchgemeinde zu, denn das gesamte Festwochenende war eine gelungene Sache – weil alle Mitwirkenden sich mit ihren Fähigkeiten für Neugersdorf eingebracht haben und so lehrreiche, unterhaltsame und fröhliche zwei Tage entstanden sind.

Und weil es so war, sollten die Neugersdorfer vielleicht darüber nachdenken, nicht wieder 50 Jahre zu warten, bis so ein Fest wiederholt wird!?

 
© 2015 Ev.-Luth. Kirchgemeinde Neugersdorf