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Die Sanierung der Kirche von 2003 bis 2007

(Gedächtnisprotokoll eines Beobachters)


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freigelegter Dachboden
Nachdem im Winter 2002/2003 die Löcher im Kirchendach immer größer wurden - Anfang 2003 war es ein ca. 1x1 m großes Loch, durch das es reinschneite und regnete - wurde immer mehr klar, dass eine Sanierung zumindest des Kirchdaches unausweichlich sei. Die letzten größeren Arbeiten am Kirchdach waren in den 1950er Jahren durchgeführt worden. Neben einer kompletten Dachumdeckung wurde damals auch der Dachstuhl mit Stahlträgern verstärkt, da die Wände nach außen gedrückt wurden. Doch diesmal war neben der reinen Erneuerung der Dacheindeckung auch einiges Dachstuhl zu machen, denn der Schwamm hatte durch die fortwährenden Undichtigkeiten Einzug gehalten.
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das offene Dach

Und so entschloss sich der Kirchenvorstand schließlich 2003, mit der Sanierung zu beginnen. Unter dem Motto "...damit die Kirche im Ort bleibt!" wurden die Neugersdorfer über das Vorhaben informiert, eine Spendenaktion gestartet und Kontakt mit der Stadtverwaltung aufgenommen, die das Vorhaben während der gesamten Bauphase tatkräftig unterstützte. Nachdem die ersten Spenden eingegangen waren, die Fördermittel bewilligt wurden und die ersten Planungen abgeschlossen waren, konnten die Arbeiten ausgeschrieben werden. Leider war inzwischen der Winter herangekommen, sodass der Start auf das Jahr 2004 verschoben werden musste. Aber die ersten vorbereitenden Arbeiten konnten schon durchgeführt werden, so wurde zum Beispiel der alte Lehm aus dem Kirchdachfußboden entfernt, um die Balken langsam trocknen zu lassen.
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ehrenamtliche Helfer

Im Frühjahr 2004 wurde zunächst mit der Sanierung der Balken am Dachstuhl, besonders an der Traufe begonnen. Dazu wurde ein Wetterschutzdach errichtet, da die Holzschäden doch größer waren als zunächst angenommen. Im Sommer 2004 wurde dann die Südseite des Daches nach und nach abgedeckt und mit der Vordeckung versehen - aus statischen Gründen konnte nicht die gesamte Seite komplett abgedeckt werden, es musste sukzessive vorgegangen werden. Bis zum Einbruch des Winters war die Vordeckung abgeschlossen, das Dach wieder dicht und die riesigen Planen verschwunden. 2005 wurde dann die Südseite neu eingedeckt, die Ziegel wurden in Mörtel gelegt und zusätzlich jeder vierte angeschraubt. Gleiches konnte - entgegen der ersten Planungen - dann auch an der Giebel- und Nordseite durchgeführt werden. So hatte die Kirche Ende 2005 ein komplett neues Dach! Im gleichen Atemzug wurden auch im Inneren einige Aufgaben durchgeführt: alte Dielenbretter wurden durch neue ersetzt, zeitweise konnte man vom Dachstuhl ins Kirchenschiff hinunterschauen (oder umgekehrt).
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uhrlos, torlos
Außerdem wurde eine neue Schüttung in die Kirchendecke eingebracht und zusätzlich sichere Umgänge im Dachstuhl installiert - vorher balancierte man hier in halsbrecherischen Aktionen über frei ausgelegte Bohlen, wenn man z. B. an eines der Dachfenster gelangen wollte.
Am Wochenende, wenn die Handwerker ihre Arbeit ruhen ließen, waren oft viele Ehrenamtliche im Einsatz, um das ganze Drumherum zu gestalten und zu unterstützen: Beräumen von Bauschutt und Müll, Ausführen von Kleinarbeiten, Überlegungen zu den nächsten Bauarbeiten usw. Ohne diese vielen fleißigen Helfer wäre in der Zeit manches liegengeblieben und der gesamte Bauablauf nicht so reibungslos verlaufen, wie es letztenendes gewesen ist.
Bereits Ende 2006 wurde damit begonnen, den Putz von den Außenwänden abzuhauen - denn die Erneuerung des Außenputzes war das nächste Ziel bei den Sanierungsarbeiten. Außerdem wurden die alten Grabsteine an der Südseite der Kirche abgenommen und eingelagert, um hier ungestört den neuen Außenputz befestigen zu können. Im Inneren der Kirche wurde die Ostseite neu verputzt und gemalert - dazu machte sich eine Beplanung von Empore und Altar notwendig - sah aus wie von Christo, was es aber nicht.
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Altar, verhüllt

2006 wurde dann die Kirche neu verputzt, frisch gestrichen, die alten Grabsteine wieder gesetzt, Fenster und Türen gestrichen oder erneuert. Auch die Fenster und Türen im Turm ereilte das gleiche Schicksal - so sah man zwischendurch grüne oder orangefarbige Planen am Turm hängen. Und auch die Uhr wurde erneuert: die Zeiger wurden frisch vergoldet wie auch das Zifferblatt, im Inneren der Kirche weitere Malerarbeiten an den Emporen durchgeführt.

Und 2007 schließlich wurden dann die Malerarbeiten im Inneren der Kirche abgeschlossen - mit frisch geweißten Wänden und Innentüren.

 
© 2008 Ev.-Luth. Kirchgemeinde Neugersdorf